#Bildung

Was mich 2018 bewegte?

Insgesamt 605 Kinder werden derzeit durch die privaten und kommunalen Kita´s unserer Gemeinde betreut und gefördert. Ergänzend stehen Angebote engagierter Tagesmütter für 75 Kinder zur Verfügung. Die drei Grundschulen im Ortsgebiet besuchen aktuell 975 Schüler. Durchaus beeindruckende Zahlen, die den anhaltenden Zuzug widerspiegeln und mit teils erheblichen und kurzfristigen Investitionen verbunden waren.

Auch wenn der Zuwachs der Einwohnerzahl in den letzten Jahren verschiedentlich thematisiert wurde, die Frage nach den konkreten Auswirkungen für unsere Betreuungs- und Bildungseinrichtungen wurde erst spät gestellt. Die nun hektische und kontroverse Suche nach Antworten ist nur eine Folge davon. Zukünftig müssen Engpässe mit präziser und regelmäßige Reflexion der Ortsentwicklung sowie einer vorausschauenden Planung vermieden werden. Denn nur mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf sind durchdachte und wirtschaftliche Lösungen möglich.

Ohne Zweifel: Zu den dringend notwendigen Investitionen in unserer Gemeinde zählen zusätzliche Betreuungsplätze und die weitere Verbesserung des Lernumfeldes im Bereich der Kitas und Schulen. Vorgesehene Bauprojekte müssen daher zügig geplant und mit hoher Kompetenz realisiert werden!

Bei zukünftigen Planungen sind Fragen der Verkehrsbelastung im Umfeld wie auch die langfristige Auslastung der jeweiligen Einrichtung zentral einzubeziehen. So kann etwa eine übergreifende Nutzung von Lernwelten auch dem Bedarf anderer Einwohner- und Interessengruppen gerecht werden, denn Bildung ist heute nicht nur ein Thema für unsere Jüngsten. Wachsende Anforderungen im Beruf, der Wunsch nach qualitativer Freizeitgestaltung oder aktive Senioren lassen auch die Nachfrage anderer Altersgruppen ansteigen. Hier gilt es Synergien zu erschließen. Nicht zuletzt hat aber auch die Standortwahl erheblichen Einfluss auf die Mobilität in unserem Ort sowie die Abläufe im Alltag der Eltern.

Die Hülle der Kita- und Schulgebäude ist aber nur Teil eines zukunftsorientierten Bildungsangebots. Erst mit entsprechender Ausstattung lassen sich gestiegene Anforderungen erfüllen und das erforderliche Wissen für eine zunehmend digitale Lebens- und Arbeitswelt vermitteln. Erst innovative Bildungsansätze lösen die Interessenskonflikte zu multimedialen Freizeiterlebnissen.

Wie sich Lernerfolge einstellen, dies hängt bekanntlich vom individuellen Lerntyp ab. Ob visuell, auditiv oder haptisch veranlagt, für bestmögliche Ergebnisse ist die Lernausstattung an der Vielfalt kindlicher Fähigkeiten zu orientieren.


Was wurde seit 2018 geschafft?

  • Dank präziser und vorausschauender Planung gehören Engpässe bei der Versorgung mit Kita und Grundschulplätzen der Vergangen an. Die Anmeldung für einen Kitaplatz ist nun transparent und digital möglich.
  • Mit dem Bau der Kita in der Rückertstraße konnten die Kapazitäten an den örtlichen Bedarf angepasst werden. Für zukünftige Bedarfe sind bereits Flächen an der Tasdorfer Straße und der Landsberger Straße vorbereitet. Kapazitätsanpassungen sind damit sehr schnell und flexibel und nach kurzer Bauzeit möglich.
  • Mit dem Erweiterungsbau der Oberschule (FAW) bietet diese die Möglichkeit eines gymnasialen Anschlusses. Verbunden war mit diesem Schritt auch ein Anstieg der Klassen und Schülerzahlen am örtlichen Standort, wovon seit dem zahlreiche Schüler und Familien aus unserem Ort profitieren konnten. Errichtet wurde dort auch ein neuer Sportplatz, in enger Partnerschaft mit dem Bildungsträger.
  • Am Grundschulstandort in Petershagen ist mit dem Bau der neuen Sporthalle mit Außensportgelände wie auch des Schulgebäudes mit Mensa und Küche die Zeit der Provisorien vorbei. Helle und freundliche Räume bieten nun ausreichend Platz für innovative schulische Konzepte und auch die Leistungen des Hortes konnten für alle Klassen und Jahrgänge ausgeweitet werden. Umfangreiche Sanierung hat zudem auch der Gebäudebestand erfahren, womit sich der gesamte Campus nun modern und zeitgemäß präsentiert.
  • Für die Grundschule Eggersdorf wurde der Entwicklungspfad ebenso beschritten. Mit dem Bau der modernen Sporthalle samt Außensportgelände geht die Zeit des Sportunterrichts im alten Kneipensaal und im benachbarten Strausberg zu Ende. Verbessert wurden auch die Zuwegung und die Parkflächen der Schule, womit auch endlich Tempo 30 vor dem Schulgebäude erreicht ist. Im Bau ist derzeit die Herstellung des sicheren Verbindungsweges zwischen Schule und Sporthalle.
  • Beide Grundschule verfügen nun über schnelle und leistungsfähige Internetanschlüsse. Datenkabel wurden durch die Gebäude gezogen und digitale Tafeln in den Räumen montiert. Ob Unterricht oder Hortbetrieb, vieles lässt sich damit heute einfacher und digital gestalten.

Was steht jetzt an?

  • Für die Grundschule Eggersdorf ist der Bau einer neuen Mensa samt Küche sowie von zusätzlichen Klassen- und Fachräumen vorbereitet. Ziel ist es, die Kapazitäten des Schul- und Hortbetriebes an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und die Planungsdefizite der Vergangenheit zu beseitigen.
  • Weitere Aufmerksamkeit wird auch die Digitalisierung der Kitas und Schule erfordern, denn die geschaffenen technischen Möglichkeiten führen zu neuen Ideen und Konzepten. Dabei geht es nicht nur um die Etablierung und Ergänzung digitaler Bildungsangebote, dank digitaler Konzepte lässt sich der Betrieb des Schulcampus schon heute sicherer und effizienter gewährleisten.
  • Weiter umzusetzen ist das entwickelte Konzept verteilter Elternhaltestellen, um das Verkehrskneul vor dem Eingang zu entzerren. Ebenso ist die geplante Verlagerung der Schulbushaltestellen an sichere Standorte umzustetzen, was die Attraktivität dieser Verkehrsanbindung erhöhen. Im Ortsteil Petershagen ist die Charlottenstraße als sichere Schulanbindung auszubauen.
  • Auch wenn uns als Kommune die Planung der Kapazitäten an Oberschulen und Gymnasien nicht zugeordnet ist, von den derzeitigen Kapazitätsproblemen sind auch Familien in unserer Gemeinde betroffen. Die gelebte Partnerschaft mit dem privaten Bildungsträger der Oberschule müssen wir daher nutzen, um die absehbaren Engpässe der nächsten Jahre zumindest abzufedern. Ein entscheidendes Element kann dabei auch die Einführung des internationalen Abiturs am Schulstandort werden, für dessen Zulassung sich der Schulträger sehr engagiert.
  • Mit der Volkshochschule des Landkreises verbindet uns eine enge Partnerschaft. Das derzeitige Angebot der Sprachkurse ist auch mit Blick auf die wachsende Zahl älterer Menschen im Ort durch weitere Inhalte zu ergänzen und auszubauen. Zielführend wären etwa regelmäßige Kurse zum Umgang mit digitalen Leistungen, wie beispielsweise dem Online-Banking oder der Buchung von Pflege und Handwerkerleistungen.