Was mich 2018 bewegte?
Sowohl die besondere Nähe zur Natur als auch die verschiedenartigen Wald- und Wiesenlandschaften sind der Markenkern unseres Ortes. Dieser steht für Lebensqualität und ist starkes Motiv für die Wahl unserer Gemeinde als Lebensmittelpunkt. Zu den Herausforderungen der zukünftigen Ortsentwicklung zählt es, trotz anhaltender Siedlungsdynamik den Bezug zur prägenden Landschaft zu erhalten.
Ein wesentliches Element stellt dabei die Grünpflege öffentlicher Räume dar. Sie ermöglichst auch unseren Gästen ein ortsweites Naturerlebnis und liefert zugleich Ideen und Anreize für die eigenverantwortliche und individuelle Gartengestaltung unserer Bürger.
Naturschutz hat aber viele Facetten – und nicht immer ist es einfach, diese gegenüber konkurrierenden Interessen und Zielsetzungen abzuwägen. Unabhängige Beratung hilft hierbei und sorgt für Klarheit bei Rechtsfragen. Dies wird umso wichtiger, je vielschichtiger die Regelungen zum Umwelt und Naturschutz auf Bundes- und Landesebene werden. Da, wo wir es selbst in der Hand haben, sind derzeit ungleiche und komplizierte Vorgaben im Sinne unserer Bürger zu harmonisieren und mit Transparenz zu versehen.
Was wurde seit 2018 geschafft?
- Fast 150.000m2 an Wald, Feld und Wiesenflächen konnten durch die Gemeinde angekauft werden. Nochmals etwa 50.000m2 werden auf Grundlage städtebaulicher Verträge und im Ergebnis von Planverfahren unentgeltlich ins Eigentum der Gemeinde übertragen werden. Diese erheblichen Flächen dienen nun der gezielten Entwicklung des Naturraums im und um den Ort. Und auch notwendige Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können so bei uns vor Ort umgesetzt werden.
- Zahlreiche bisher ungenutzte und oft ungepflegte Gemeindeflächen wurden von Unrat und Gebäuderesten befreit. An vielen Stellen sind nun neue Grünflächen entstanden, nachdem frischer Boden aufgefüllt und Saatmischungen ausgebracht wurden.
- Der Zustand unserer Gemeindebäume wird nun digital erfasst, was die Planung von Pflegemaßnahmen erheblich erleichtert. Zudem ist nun auch jederzeit ein Überblick über Schäden und Schädlinge gegeben, wodurch Maßnahmen frühzeitig zum Erhalt der Grünstrukturen eingeleitet werden können.
- Sowohl der Pflegerückstand von fast 5.000 Bäumen als auch der Rückstand von gut 300 Ersatzpflanzungen sind nun abgearbeitet. Durch die Einwerbung von Fördermitteln konnten vorhandene Lücken zudem geschlossen und die Grünstruktur widerstandsfähiger gestaltet werden. Insgesamt summiert sich die Zahl der Pflanzungen so auf 1.000 Stück!
- Bei der Sanierung von Giebelsee und Teilungssee sind wir kräftig vorangekommen und mit jeder Maßnahme nehmen die Wasseflächen wieder zu. Instandgesetzt wurden dafür auch die Zuläufe beider Gewässer und das erichtete Pumpwerk in der Wiesenstraße führt dem Teilungssee nun gezielt Regenwasser zu.
Was steht jetzt an?
- Die früher in den Straßen prägenden Monokulturen müssen weiter schrittweise angepasst werden, um weniger anfällig für Pilzerkrankungen oder Schädlingsbefall zu sein.
- Der Umbau unserer kommunalen Waldflächen zu hochwertigen Mischbeständen wurde begonnen, die Maßnahmen sind mit fachlichem Anspruch weiterzuführen. Dies ist zugleich eine Investition in die Zukunft, denn hochwertiges Holz hat einen Marktwert.
- Gemeindliche Mähstrategien dienen schon heute der Steigerung der Artenvielfalt. Diese Konzepte sind weiter zu entwickeln und durch die Beschaffung spezieller Mähtechnik zu stützen.
- Wo früher „Park“ als Bezeichnung diente war selten Park vorzufinden. Mit der Gestaltung von Grünanlagen, etwa am Spielplatz Elbestraße, wurde der Weg zu mehr Aufenthaltsqualität bereits beschritten. Ob am Mühlenteich, dem Teilungssee oder hinter der Giebelseeapotheke, weitere Grünaufwertungen sind bereits in der Planung. Sitzbänken sollen zum Verweilen einladen und zusätzliche Müllbehälter die Natur sauberer halten helfen.
- Die Sanierung von Teilungssee und Giebelsee ist ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Diese Maßnahmen sind konsequent fortzuführen, für einen hochwertigen Lebensraum und erholsame Spaziergänge in der Natur.
- Mit der Entsorgung von Altlasten auf ehemaligen Gewerbeflächen in der Lindenstraße und im Ortszentrum Eggersdorf ist unser Ort ein großes Stück sauberer geworden. Mit der Entsorgung der Hinterlassenschaften der alten Gärtnerei steht dafür ein weiter wichtiger Schritt an. Doch an zahlreichen anderen Stellen im Ort verbergen sich noch Müll und Schadstoffe, denen mit gezielter Planung und fachgerechter Beseitigung zu begegnen ist.