Haushalt beschlossen – Blick auf die Zahlen

Etwas später als sonst üblich, konnte im Januar der Haushalt für das neue Gemeindejahr sowie in der Vorausschau der Folgejahre beschlossen werden. Gelungen ist dies, obwohl weiterhin einige Daten zur Konjunkturprognose noch nicht aktualisiert wurden, Bescheide für Fördermittel und Kostenabrechnungen noch ausstehen und auf wundersame Weise der Zensus uns gut 400 Einwohner weniger zuordnet, als in unserem Melderegister vermerkt sind. Die Entscheidungsfindung erleichtert hat der geprüfte Jahresabschluss für 2023, welcher erneut ein deutliches positives Ergebnis ausweist.

Wie schon in den zurückliegenden Jahren profitiert unsere Gemeinde wesentlich vom Einwohnerzuwachs und der hohen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihrer Einwohner. Dies spiegelt sich im Anstieg des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer wider, dessen Planansatz für das Jahr 2026 sich auf fast 11 Mio. Euro beläuft. Das Aufkommen der Gewerbesteuer liegt erneut bei stabilen und soliden 1,8 Mio. Euro. Und mit rund 1,4 Mio. Euro trägt die Erhebung von Grundsteuern zum Aufkommen im Gemeindehaushalt bei. Auch hier bleiben die Hebesätze auf dem Niveau des Vorjahres. Einschließlich Schlüsselzuweisungen, Umlagen und Entgelten summieren sich die prognostizierten Einnahmen auf 37 Mio. Euro.

Dem stehen nicht unerhebliche Ausgaben für Neubau und Instandsetzung von Gebäuden, Ausstattung und Betrieb unserer Einrichtungen als auch den Unterhalt von Straßen, Wegen und Plätzen gegenüber. Dabei wird die Preisentwicklung bei Bau- und Dienstleistungen den kommunalen Haushalt auch in Zukunft fordern. Um Vermögenswerte zu erhalten und Energiekosten dauerhaft zu sparen, werden wir den beschrittenen Weg der Modernisierung konsequent fortsetzen. In Vorbereitung sind etwa Maßnahmen an der Giebelseehalle, dem Rathaus und der Grundschule Eggersdorf. Verstärkt wird aber auch zwischen der Sanierung im Bestand und der Errichtung eines Neubaus abzuwägen sein. Immer häufiger spielt dabei der Neubau seine Vorteile hinsichtlich Flächeneffizienz und Multifunktionalität, höherem energetischem Standard, geringeren Betriebskosten sowie der Einhaltung aktueller Vorgaben zum Brandschutz und der Barrierefreiheit aus. Aus dieser Abwägung heraus sind für die nächsten Jahren Investitionen ins neue Bürgerhaus wie auch den Grundschulcampus Eggersdorf eingeplant. Derart bewusste Entscheidungen halten zukünftige Ausgaben im Griff und etwa mit Blick auf Kita- und Nutzungsgebühren die Belastungen für Familien im Zaum.

Kurzer Blick auf die Schulden: Die Restverbindlichkeit der beiden Förderkredite für den Neubau der Sporthalle der Grundschule „Am Dorfanger“ und den Erweiterungsbau der Grundschule Petershagen belief sich zum Jahresabschluss 2025 auf 6,9 Mio. Euro. Mit Blick auf die Bilanzsumme von 106 Mio. Euro ein moderater Betrag, der eine Pro-Kopf-Verschuldung von 453 EUR/Einwohner bedingt. Gemäß dem Tilgungsplan wird sich diese bis 2029 auf 309 EUR/Einwohner reduzieren. Kassenkredite waren zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gemeinde bisher nicht erforderlich und sind auch in der vorausschauenden Haushaltsplanung nicht vorgesehen.

Auch wenn finanzielle Planungen derzeit Umsicht und flexibles Handeln erfordern, für anstehende Aufgaben verfügt die Gemeinde damit über eine solide Basis. Von erneutem Investitionsstau bleiben wir damit verschont und können so auch als stabiler Wirtschaftsmotor für die Region wirken.

Ihr Bürgermeister
Marco Rutter

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