Im Jahr 1905 stellte der Kaufmann Ernst Kirst einen Bauantrag für die Errichtung eines Wohnhauses mit Remise in der damaligen Hennickendorfer Straße, heute das Grundstück Wilhelm-Pieck-Straße 146 betreffend. Ursprünglich zierten Stuckelemente und Balkone das Gebäude. Beides wurde aber schon zu Zeiten der DDR entfernt und lieblos überputzt. In diesem Zustand, mit Ofenheizung und Außentoilette, kam das Gebäude Anfang der 90er Jahre in den besitz der Gemeinde. Schon damals eher baufällig, fehlte auch in den Folgejahre das Geld und die mehrheitsfähige Idee, dieses Gebäude sinnvoll zu nutzen.
Der letzte Mieter verließ notgedrungen 2015 das Haus, durch welches es bereits zu diesem Zeitpunkt hineinregnete. Den letzten Rest gab dem Gebäude ein kapitaler Wasserschaden im Winter 2015/16. Die zumindest vorhandene Kaltwasserleitung der Küchen war bei Frost geborsten und das Wasser bahnte sich seinen Weg durchs Haus bis in den Keller. Von dort lief es dann auf die Straße, was die Alarmierung der Feuerwehr zur Folge hatte. Zu retten war damit aber am Haus nichts mehr, wirtschaftlich berachtet schon gar nicht. Inzwischen schritt die Fäulnis am Gebälk weiter voran und die ersten Deckenteile stürzten in die darunter liegenden Wohnungen.
Um die unmittelbare Gefahr abzuwednen und einem unkontrollierten Einsturz zuvorzukommen, erfolgt im November der Abriss und die fachgerechte Entsorgung der Ruine. Damit ist ein Problem der Gemeinde beseitigt und zugleich ein neues Kapital geöffnet…